2016

Arrival Cities
Hongkong & Istanbul
Sabine Bungert und Stefan Dolfen

Städtische Galerie Iserlohn
26. August bis 9. Oktober 2016


Hongkong. Istanbul. Dazwischen liegen Welten. Und rund 8.000 Kilometer. Doch trotz der offensichtlichen kulturellen und historischen Unterschiede gibt es auch eine bedeutende Parallele zwischen beiden Metropolen. Denn als rasant wachsende „Ankunftsstädte“ sind sowohl Hongkong als auch Istanbul seit Jahrzehnten Orte der Zuflucht für Millionen von Landarbeitern, die sich hier eine bessere Zukunft für sich und ihre Familien erhoffen. In Hongkong hat diese Entwicklung dazu geführt, dass sich die Einwohnerzahl seit den 1920er-Jahren von 700.000 auf etwa sieben Millionen verzehnfacht hat. In Istanbul stieg die Zahl im gleichen Zeitraum sogar um das zwanzigfache, nämlich von 700.000 bis auf über 14 Millionen.

Die Arbeiten von Sabine Bungert und Stefan Dolfen zeigen die Tristesse, aber auch die Vitalität innerhalb der verschiedenen Zuwandererviertel in Hongkong und Istanbul. Sie zeigen den dichten Berufsverkehr in riesigen Straßenschluchten und das Zusammenspiel von Leuchtreklamen ebenso wie das Aufeinandertreffen von traditionellem Leben und modernen westlichen Einflüssen; sie zeigen Menschen, die sich am Ufer des Bosporus begegnen, sie zeigen „gated communities“, sie zeigen aber auch die Folgen von maßloser Spekulation. Und sie lassen im Nebeneinander der unterschiedlichen Perspektiven erahnen, dass Zuwanderung entgegen vielfach geäußerter Befürchtungen nicht zwingend in hoffnungsloser Armut münden muss, sondern dass sie immer auch die Chance auf sozialen Aufstieg in sich birgt.

Auszug aus dem Katalogtext von Robert Uhde
 
  2016

Arrival Cities
Hongkong & Istanbul
Sabine Bungert und Stefan Dolfen

Forum Kunst & Architektur
Veranstalter: BDA Bund Deutscher Architekten
17. April bis 13. Mai 2016
 


  2015

Natural World
A day on the beach
Kolga Tbilisi Photo 2015
Kolga Award
Tiflis, Georgien


In der Kategorie „Conceptual photo project“ wurde meine Arbeit Natural World und in der Kategorie „One shot“ wurde mein Bild A day on the beach im Rahmen des Wettbewerbes Kolga Award „The best photos of the year“ ausgewählt und ausgestellt.


A day on the beach
Cullercoats is an urban area of northeast England not far away from Newcastle upon Tyne. The Beach Cullercoats Bay is a popular destination for day visitors. It´s a region wich is concerned by high unemployment for a long time. Newcastle had been an industrial region but after the comedown of the coal and ship industry this area was dominated by poorness. I took this picture of a group of young children and their advisors in summer while the school holidays. They spent a day on the beach.

Natural World
In this project I want to turn the spotlight on our dealings with nature, notably, wild animals. Being shaped by culture and civilisation we tend draw a romantic image of those „wild creatures“ of nature and projects unfulfilled experiences wishes onto the animal. The animals‘ surrounding is the central aspect of this project.

I am searching for indications and manifestations in human and animal behaviour to capture the points of intersection between civilisation and wilderness. I take pictures of encounters in the wild and combine these with photos taken in modern zoological gardens and dioramas in natural history museums, which try to create an illusion of nature. This combination reveals a complex relation between man, nature and animal.



 



  2015

Corinna und Anna
Photonews
Nr. 5/15

 



  2014/2015

Projektzeit
Wissenschaftspark Gelsenkirchen
28. November 2014 bis 21. Februar 2015
Eröffnung am 28.11.2014 um 19 Uhr


Die Ausstellung Projektzeit zeigt aktuelle Projekte von Fotografen des Pixelprojekt Ruhrgebiet und findet im Rahmen der bild.sprachen - Plattform für Fotografie und Fotoprojekte „Surprise me“ statt. Stefan Dolfen und ich zeigen Bilder unserer Arbeit: „The Mythological City - Signs & Structures“.

The Mythological City - Signs & Structures
Sabine Bungert & Stefan Dolfen

Los Angeles ist eine der heterogensten Städte der Welt und durch extreme Zersiedelung gekennzeichnet. In der Metropolregion leben heute gut 12 Millionen Menschen. Unterschiedliche Ethnien und Lebensstile existieren nebeneinander, wodurch der städtische Raum nicht mehr als zusammenhängende Einheit zu erkennen ist. Dies spiegelt sich insbesondere auch in dem Fehlen eines klar erkennbaren Zentrums wider. Die Metropole ist von Freeways durchzogen, das weitläufige Straßennetz führt vorbei an endlosen Wohngebieten. Die Stadt befindet sich in einem ständigen Erneuerungsprozess, die Einwohnerzahl der weißen und schwarzen Bevölkerung nimmt ab, die der asiatischen und lateinamerikanischen wächst rasant. Erfolgreiche Migranten ziehen in wohlhabendere Viertel, während gleichzeitig der Zustrom neuer Migranten in die ärmeren Regionen anhält. Hauptmerkmal der Metropole Los Angeles ist ihr anti-urbaner Charakter, sie vereint unzählige ethnische Gruppen in einer Art Riesendorf.

Los Angeles ist übervoll mit Zeichen und Strukturen, die vom Leben in dieser Stadt erzählen. Zum einen dienen sie der Orientierung und Raumordnung, verweisen auf die Infrastruktur, wie Straßen, Kreuzungen und Verkehrsschilder oder aber sie dienen einer assoziativen Betrachtung, einer mythologischen Struktur, wie z.B. Wandbilder, Filmplakate und Werbung. Zeichen sind Kommunikation und bieten eine Vielzahl an Informationen, so sind es die Wandbilder lateinamerikanischer Migranten in Sun Valley, der Clown als Werbetafel  für einen Liquershop oder aber die übergroßen Filmplakate Hollywoods, die vom Leben, von der Hoffnung und vom Scheitern in dieser Stadt erzählen. Zeichen und Strukturen machen die Stadtaura sichtbar.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

www.supriseme.bildsprachen.com
 
  2014

FotoAffairs
Depot Dortmund
Eine Ausstellung der Gruppe Ruhrgebiet des Fotografenverbandes Freelens


D-Day
Alljährlich zu den Gedenkfeiern am Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie spielen sich an den Küsten und Stränden skurril anmutende Szenarien ab. Männer, vollständig in den Militäruniformen des 2. Weltkrieges gekleidet, robben schwer bewaffnet durch die Landschaft, durch die Krater am Pointe du Hoc, vorbei an Bunkern aber auch an Aussichtpunkten, Spaziergängern und Touristen. Es werden Befehle erteilt, man geht in Deckung, legt an, es gibt Verletzte. Sanitäter eilen herbei und man sammelt sich zur Lagebesprechung. Der Jahrestag des D-Day lockt viele Militärfans in die Normandie. Es werden Jeeps, Panzer und Motorräder aus dem 2. Weltkrieg vorgeführt, Küstenstraßen und Strände abgefahren und es wird Krieg gespielt. Engländer stellen am Pointe du Hoc, wenige Kilometer von Omaha Beach entfernt, die Einnahme dieser deutschen Stellung durch das US-amerikanische Ranger-Bataillon nach. Franzosen mimen US amerikanisches Militär bei der Befreiung küstennaher Dörfer und Holländer, gekleidet im Modestil der 40er, spazieren durch die geschichtsträchtige Landschaft. Die Schlacht um die Normandie wird zu einem absurden Rollenspiel am Gedenktag.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
 


  2013

Natural World
LWL-Museum für Naturkunde
Münster


Sabine Bungert thematisiert mit ihrer Arbeit „Natural World“ den Umgang des Menschen mit der Natur, insbesondere aber mit dem wilden Tier. Der Blick des zivilisierten, kulturell geprägten Menschen auf das „Naturwesen“ Tier ist meist ein romantischer, Tiere dienen häufig als Projektion für unerfüllte Naturerfahrungen.

Die Auswirkungen dieses Blickes auf die Natur, die Zeichen, in denen das Verhalten von Mensch und Tier sich manifestiert, die Schnittstellen, an denen Wildnis und Zivilisation aufeinandertreffen sind vielerorts sichtbar. Die komplexe Beziehung zwischen Mensch und Tier findet auch in der Inszenierung seinen Ausdruck. Zoologische Gärten versuchen mit der bewußten Gestaltung von Präsentationsräumen eine Illusion von naturnaher Landschaft zu schaffen. In Naturkundemuseen bietet das Diorama eine sehr kunstvolle Form der Illusion von räumlicher Tiefe und Wirklichkeitsnähe. Diese Aufnahmen werden kombiniert mit Bildern von Begegnungen mit Tieren in der Natur und reinen Naturbildern.

Münster, 2013






  2012

Natural World
Fotogalerie Heeder
Krefeld
  2012

Natural World
Produzentengalerie plan.d.
Düsseldorf
Ausstellung zusammen mit Sebastian Kalitzki
 
 


  Dauerausstellung

Phänomene
Ruhr Museum
Essen


Die Ausstellung Phänomene zeigt zu verschiedenen Aspekten die Arbeiten mehrerer Fotografen. Meine Bilder sind im Themenfeld Strukturwandel vertreten. Zur Ausstellung ist das Buch: „Ruhr Museum, Natur. Kultur. Geschichte.“ erschienen.

Phänomene
Das Ruhrgebiet macht auf den Betrachter einen widersprüchlichen Eindruck. Manche finden die Stadtzentren und Vororte hässlich, an der Peripherie - Ruhr, Niederrhein und Münsterland - ist das Ruhrgebiet landschaftlich äußerst reizvoll.

Der Mensch hat hier tief in die Natur eingegriffen: Berge (Halden), Senkungen und Seen sind entstanden, neue Wälder und Parks, Flächen, die einer neuen Bestimmung harren. Das Ruhrgebiet hat viele soziale Brennpunkte, aber auch den lange Zeit wohlhabendsten Stadtteil Deutschlands. Es ist ein uneinheitlicher Siedlungsbrei, aber mit seiner Industriearchitektur Teil des Weltkulturerbes der Menschheit. Es mangelt ihm immer noch an Bürgerlichkeit, aber es ist eine der dichtesten Bildungs- und Kulturlandschaften Europas.

Die Gründe hierfür sind vielfältig. Vor allem sind sie das Ergebnis der industriellen Entwicklung des Ruhrgebiets, die - von Süden nach Norden fortschreitend - die einzelnen Regionen zu verschiedenen Zeiten erfasste und in ganz unterschiedlicher Intensität prägte.

Quelle: Ruhr Museum
 


  2011

Tief im Westen
Pixelprojekt Ruhrgebiet
Wissenschaftspark Gelsenkirchen


Das Pixelprojekt Ruhrgebiet sammelt Fotografie zu verschiedenen Aspekten der Region Ruhrgebiet. Eine Jury ermittelt einmal jährlich die Neuaufnahmen. Diese werden dann im Internet und in einer Ausstellung präsentiert. 2011 wurde meine Arbeit „Tief im Westen“ über die Architektur der Ruhr-Universität Bochum ausgewählt.

Tief im Westen
Die Architektur der Ruhr-Universität Bochum ist bis heute ein kontrovers diskutiertes Thema. Als anschauliches Beispiel für die Konzeptarchitektur der 60er Jahre dominiert der fast alleinige Baustoff Beton das gesamte Gelände. Grundlage der Entwürfe ist das Bauhaus-Prinzip „die Form folgt der Funktion“. Die erste Universitätsneugründung der Bundesrepublik wurde nach dem Vorbild einer amerikanischen Campusuniversität realisiert und spiegelt den Geist der damaligen Zeit. Die funktionalistische Architektur drückt den Willen zur Modernität aus. Nach den ersten Wiederaufbaumaßnahmen wurde nach eigenen Ausdrucksformen gesucht. Vermieden wurde alles Repräsentative, das mit der nahen Vergangenheit hätte in Verbindung gebracht werden können. So entstand eine Uni-Stadt mit über 150 Studiengängen, einem Campus auf einer Fläche von dreieinhalb Quadratkilometern, Wohnheimen, Einkaufsmöglichkeiten, Kino und einem Botanischen Garten für mehr als 30.000 Studierende. Ein Großprojekt jener Jahre, das von dem Architekten Helmut Hentrich als „einen Hafen im Meer des Wissens“ entworfen wurde. Heute wird die Ruhr-Universität von vielen als Betonwüste wahrgenommen, allerdings durchaus ambivalent, wie es ein Student in einem Blog ausdrückt: „..., es hat für mich eigentlich auch einen Kultcharakter, sich morgens mit dem Auto in den Weiten der Betonparkdecks unter der Uni zu verlieren.“
 
  2010

Beauty and the Bike
Darlington Media Group
England

Beauty and the Bike ist ein Film- und Fotoprojekt über das Radfahren in Europa. Über ein Jahr habe ich Mädchen und junge Frauen aus England und Deutschland für dieses von Richard Grassik und Beatrix Wuppermann initiierte Projekt portraitiert. Die Bilder wurden zusammen mit den Portraits des englischen Fotografen Phil Dixon in einem Buch publiziert und in Darlington ausgestellt.

Beauty and the Bike
Street cred on a bike? For most Darlington teenagers, the bike is something to leave behind with your childhood. But in a lot of European towns and cities, the bike is a mark of cool, a fashion statement that also gives young people independence from their parents and public transport. DMG’s Beauty and the Bike invited teenage girls from Darlington to join their counterparts in a cycle-friendly city, Bremen in Germany, to explore their own ideas of street fashion – and whether the bike can play a part. A number of the group travelled to Bremen over Easter 2009 to meet their German co-participants, and a return visit to Darlington took place that summer.

After a year of documenting, the Media group released a 55 minute film on DVD and a two-language book in December 2009, with the launch in Darlington featuring an exhibition of the photographs of Phil Dixon and Sabine Bungert. Since then, the film has been screened across four continents, and continues to inspire cycling advocates from Wellington, New Zealand to Prague to California.

Quelle: Darlington Media Group

 
  2008

Corinna und Anna
Darlington Media Group
England


Seit 1994 arbeite ich an einem Langzeitprojekt über eine Mutter und ihre Tochter.
Einmal im Jahr portraitiere ich Corinna und ihre Tochter Anna. Streng dokumentarisch, vor einem neutralen Hintergrund, losgelöst aus ihrem sozialen Umfeld, liegt die Konzentration ganz auf Mutter und Tochter.
 
 
 
    2004
Menschen im Ruhrgebiet
Pixelprojekt Ruhrgebiet
Wissenschaftspark Gelsenkirchen

2000
Places of life
European Award for women photographers
Prato, Italien (Katalog)

2000
Schwarzweiß und Farbe – Das Ruhrgebiet in der Fotografie
Ruhrlandmuseum Essen (Katalog)

1995
Mädchenbilder
Frauenmuseum, Bonn (Katalog)